Der griechische Philosoph Demokrat (460 - 370 oder 356 v. Chr.) war ein sehr nachdenkender Mensch.
Drei Mahlzeiten am Tag, das ist das üblichste. Doch auch beim Essen denkt Demokrates nach. Als er eine Suppe schluckte, dachte er: Salz ist weiß, glänzend, ein Körner. Warum wird die Suppe salzig, wenn man ein wenig Salz in die Suppe hinzufügt? Warum ist jeder Esslöffel, den ich schöpfe, salzig und alle gleich salzig?
Als er durch die Blumen wanderte, rief der Duft der Blumen wieder zu seinem Nachdenken: Warum rieche ich sie?
Als er selbständig am Ufer des kleinen Sees schwimmt, schwimmt der Fisch, und das erweckt ihn wieder ruhig nachzudenken: Warum kann der Fisch im Wasser schwimmen? Und wie kann es sein, daß das Wasser nicht so dicht ist, oder daß die Fische so leicht schwimmen können, daß sie nach Osten, nach Westen, nach oben, nach unten schwimmen?
Nachdenken, nachdenken, nachdenken
Demokrat fasste seine Lehre mit einem heute sehr bekannten Satz zusammen: Wir sprechen täglich von Süß und Bitter, Kälte und Hitze, Farbe und Duft, während es in Wirklichkeit nur Atome und Raum gibt. Demokrates nannte das „Atom" nach moderner Sicht ein „Molekül".

