Jedes Zusammenwachsen und Splitter eines Superkontinents in der Geschichte hat einen weitreichenden Einfluss auf das gesamte Erdsystem. Viele Hypothesen verbinden den Superkontinent mit Ereignissen in der Geschichte der Erde wie dem Klimawandel und der Evolution des Lebens.
Einige Wissenschaftler haben beispielsweise vorgeschlagen, dass vor 800 Millionen Jahren der Superkontinent Rodinia durch ein Supermantel-Säule - Ereignis gespalten wurde und große Flächen von Basalt entstanden waren. Basalt ist verwitterbarer als andere Gesteine und absorbiert im Verwitterungsprozess eine große Menge von Kohlendioxid in der Atmosphäre, wodurch der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre schnell reduziert wird, was zu einem "Eiskammer-Effekt" auf der Erde führt. Die sinkende Temperatur der Erde könnte eine weitere "Gletscherkatastrophe" auslösen, die das Klima außer Kontrolle bringen und schließlich vor etwa 720 Millionen Jahren eine globale Eiszeit erzeugen könnte, zu der die Erde auch als "Schneeball-Erde" bezeichnet wird.
Wissenschaftler schlagen auch vor, dass vor mehr als 500 Millionen Jahren, als sich der Kontinent Gondwana zusammengestellt hat, ein groß angelegtes Bergwerk in die Ozeane der Äquatorregion große Mengen an Nährstoffen wie Eisen und Phosphor gebracht hat. Dies hat zweifellos den Wohlstand von Meeresmikroben und Algen stark stimuliert. Sie absorbieren durch Photosynthese große Mengen an Kohlendioxid und freisetzen Sauerstoff, wodurch der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre erheblich erhöht wird. Die Zunahme der reichen Nährstoffe und des Sauerstoffgehalts in der Atmosphäre ist für die Fortpflanzung des Lebens auf der Erde äußerst günstig und bietet die grundlegende Garantie für den "Kambrischen Ausbruch des Lebens" in dieser Periode.

