Zähne können das härteste Organ unseres Körpers sein, dank eines Minerals namens Hydroxylapatit Ca10 (PO4) 6 (OH) 2. Es ist der Hauptbestandteil des Zahnschmelzes und des Zahnbeins, insbesondere im äußersten Zahnschmelz, der der härteste Teil des Zahnes ist. Allerdings haben harte Zähne eine Schwachstelle: Sie sind anfällig für Säure! Nachdem wir gegessen haben, bleiben kleine Essensreste in den Zahnzwischenräumen zurück, deren Kohlenhydrate unter der Einwirkung bestimmter Bakterien im Mund zu sauren Substanzen zerfallen, die das Hydroxylapatit in den Zähnen auflösen können. Wenn der Säuregehalt im Mund einen kritischen Wert erreicht, d. h. der pH-Wert unter 5,5 sinkt, führt die Auflösung des Hydroxylapatits zu einer allmählichen Erosion des Zahnschmelzes und des Zahnbeins, was zu Karies führt.
Fluoridhaltige Zahnpasten enthalten eine bestimmte Menge an fluoridhaltigen ionischen Verbindungen wie Natriumfluorid, Zinnfluorid und Natriummonofluorphosphat. Wenn wir uns die Zähne putzen, kommt die Zahnpasta mit der Zahnoberfläche in Kontakt, und das Fluorid in der Zahnpasta reagiert mit dem Hydroxylapatit im Zahnschmelz und tauscht dessen Hydroxid-Anionen gegen Fluorid-Anionen aus, wodurch ein säurebeständiger Fluorapatit Ca10 (PO4) 6F2 entsteht, der die Widerstandsfähigkeit der Zähne gegen Säure erheblich verbessert und so Karies vorbeugt.
Obwohl Fluor ein für den menschlichen Körper essentielles Spurenelement ist, sollte die tägliche Aufnahmemenge nicht zu hoch sein. Eine langfristige Überdosierung von Fluor kann zu chronischen Fluorvergiftungen wie Fluorose oder Fluoridose führen. Daher sollte bei der Verwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten die Menge der Zahnpasta nicht zu groß sein, und nach dem Zähneputzen sollte gründlich gespült werden, um die im Mund verbleibende Zahnpasta vollständig zu entfernen, und es sollte vermieden werden, die Zahnpasta und den Mundwasser zu schlucken.

