Strauße und Pinguine sind sicherlich keine Unbekannten für die meisten Menschen. Der Strauß ist der größte noch existierende Vogel und lebt hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent. Sein stämmiger Körper, seine kräftigen Beine, sein schlanker Hals und sein kleiner Kopf hinterlassen einen starken Eindruck. Pinguine kommen hauptsächlich in der südlichen Hemisphäre vor und sind Meeresvögel. Ihr rundlicher Körper und ihr schwankender Gang machen sie sehr niedlich. Obwohl Strauße und Pinguine äußerlich nicht ähnlich aussehen, haben sie eines gemeinsam: Sie können nicht fliegen. Warum können Strauße und Pinguine nicht fliegen? Fossilienfunde zeigen, dass Strauße, Pinguine, Kiwis und Emus sich zwischen 65 und 34 Millionen Jahren zu flugunfähigen Vögeln entwickelten, was auf die langfristige Anpassung der Vögel an ihre Umwelt zurückzuführen ist.
Der afrikanische Strauß ist ein Vertreter der Laufvögel. Seine Vorfahren lebten in den Savannen und Wüsten Afrikas, wo die Nahrung knapp war, und der Strauß musste viel Zeit mit der Nahrungssuche verbringen. Seine Beine wurden stark, und die Krallen an seinen nur zwei Zehen waren besser für das Laufen geeignet. Die größeren Strauße, die sich gegen die Raubtiere der Savanne durchsetzen mussten, hatten bessere Überlebenschancen. Allerdings erschwerte die enorme Körpergröße das Fliegen und machte es unmöglich. Die Flügel wurden überflüssig und verkümmerten. Ein Strauß ohne Flugfähigkeit kann ein Gewicht von bis zu 115 Kilogramm erreichen.
Pinguine kommen hauptsächlich in der Antarktis und der subantarktischen Region vor und ernähren sich hauptsächlich von Fischen und Garnelen im Meer. Um der Kälte zu widerstehen, haben ihre Körper eine große Menge an Fett gespeichert und eine elliptische, stromlinienförmige Form entwickelt, die nicht zum Fliegen geeignet ist, aber sehr gut zum Tauchen und Fischen geeignet ist. Die Flügel der Pinguine sind ebenfalls verkümmert und haben sich zu starken Flossen entwickelt, mit denen sie schnell im Wasser schwimmen können.

