Erdbeben treten periodisch auf. In bestimmten Gebieten treten Erdbeben in einer bestimmten Zeitspanne häufiger und mit größerer Intensität auf, während sie in einer anderen Zeitspanne seltener und mit geringerer Intensität auftreten, d. h. es wechseln sich aktive und ruhige Perioden ab. Nehmen wir China im 20. Jahrhundert als Beispiel: Von 1966 bis 1976 war es ein Jahrzehnt mit häufigen Erdbebenaktivitäten, in dem zerstörerische Erdbeben in Xingtai, Tonghai, Lushuo, Yongshan, Haicheng, Longling, Tangshan und Songpan auftraten. Danach trat in China eine relativ ruhige Phase der Erdbebenaktivität ein.
Warum treten Erdbeben periodisch auf? Weil Erdbeben ein Prozess der schnellen Freisetzung von Energie im Untergrund sind. Die Gesteine im Untergrund eines Gebietes verformen sich unter Einwirkung von Kräften, aber diese Verformung geschieht langsam und schrittweise. Erst wenn die Verformung die Festigkeit des Gesteins übersteigt, kommt es zu einem Bruch, und der gesamte Bruchprozess konzentriert sich oft auf einen kurzen Zeitraum, was zu großen Erdbeben und einer Reihe von Nachbeben führt. Nach der Freisetzung von Energie durch Erdbeben richten sich die Gesteine im Untergrund neu aus und beginnen erneut, Energie zu speichern, um auf den nächsten Erdbebenausbruch zu warten. So wiederholen sich Erdbeben immer wieder.
Erdbeben treten immer sowohl regelmäßig als auch zufällig auf. Es ist erwähnenswert, dass das Internet die Verbreitung von Nachrichten immer schneller macht und mehr Menschen in der Lage sind, sofort zu erfahren, wo ein Erdbeben stattgefunden hat, was uns den Eindruck vermittelt, dass Erdbeben häufiger auftreten als früher. Darüber hinaus haben sich in den letzten Jahren einige große Erdbeben in dicht besiedelten Gebieten ereignet, was auch dazu geführt hat, dass die Menschen Erdbeben stärker beachten als früher.

