Warum wir manche Erdbeben nicht spüren?

Dieser Artikel konzentriert sich auf die Frage, warum wir manche Erdbeben nicht spüren, erklärt, warum der menschliche Körper einige Erdbeben nicht wahrnehmen kann, und stellt die Rolle von hochempfindlichen Seismometern und Erdbebennetzwerken bei der Erdbebenüberwachung und der Erforschung der inneren Struktur der Erde vor.

Warum wir manche Erdbeben nicht spüren?

Die Erde ist ein sehr dynamischer Planet. Jedes Jahr ereignen sich auf der Erde etwa fünf Millionen Erdbeben, große und kleine. Das ergibt mehr als 10.000 Erdbeben pro Tag. Warum spüren wir sie dann nicht?

Das liegt daran, dass die meisten Erdbeben kleine Erschütterungen mit einer Stärke von weniger als drei auf der Richterskala sind und keine starken Erschütterungen auf der Erdoberfläche verursachen, die vom menschlichen Körper wahrgenommen werden können. Selbst wenn einige Erdbeben sehr stark sind und lokale starke Erschütterungen verursachen, verringert sich die Energie der Erdbebenwellen mit zunehmender Ausbreitung (je größer der Ausbreitungsbereich, desto weniger Energie wird auf jeden Bereich verteilt) und schwächt sich während der Ausbreitung ab. Daher sind die Erschütterungen auf der Erdoberfläche in Gebieten, die weit vom Epizentrum entfernt sind, nicht stark, und die Menschen spüren sie natürlich nicht. Bevor digitale Seismometer erschienen, waren alte große Seismometer mit Rollenrekordern ausgestattet. Daher mussten Erdbeben mit hochempfindlichen Seismometern untersucht werden. Seismometer sind das „Ohrenmikrofon“ der Menschheit und können sehr kleine Vibrationen aufzeichnen. Die Stärke eines Erdbebens ist künstlich definiert. Menschen definieren Erschütterungen mit einer bestimmten Amplitude als Stufe 0 auf der Richterskala, was nicht bedeutet, dass es keine Erschütterungen gibt, sondern dass Erschütterungen unterhalb dieser Amplitude als unter Stufe 0 liegend betrachtet werden. Seismometer können Erdbeben mit Stufe 0 oder sogar darunter aufzeichnen. Um ein Beispiel zu nennen: Wenn ein Buch „plumps“ auf den Boden fällt, können wir Menschen kein Erdbeben spüren, aber auf dem Wellenformdiagramm des Seismometers wird ein deutliches Erdbebenwellensignal erzeugt, wenn das Buch auf den Boden fällt, was als kleines Erdbeben betrachtet werden kann.

Neben Seismometern erfordert die Erforschung von Erdbeben auch ein gleichmäßig verteiltes und vernünftiges Netzwerk von Seismometern. Denn nur durch die Einrichtung eines „umfassenden Netzwerks“ können möglichst viele große und kleine Erdbeben auf der ganzen Welt erfasst werden, um die Ausbreitungseigenschaften von Erdbebenwellen auf der ganzen Erde zu untersuchen und die innere Struktur der Erde genauer zu erforschen.