In der Dokumentation sehen wir Szenen, in denen gerade geborene Entenküken bereits in der Lage sind, mit ihren Eltern zu laufen und zu schwimmen. Die unter dem Dach von Häusern geborenen Schwalben können nach dem Schlüpfen nicht einmal ihre Augen öffnen und verlassen das Nest erst nach mehr als zehn Tagen, um sich fortzubewegen. Enten und Hausschwalben sind beide Vögel, warum unterscheiden sich ihre Küken jedoch so stark?
Neugeborene Vögel können nach ihren Fähigkeiten zur Nahrungssuche, Bewegung und Aufrechterhaltung einer konstanten Körpertemperatur in zwei grundlegende Typen unterteilt werden: Frühschlüpfer und Spätschlüpfer. Frühschlüpfer haben beim Schlüpfen bereits geöffnete Augen und sind mit Daunenfedern bedeckt. Sie können schon nach wenigen Stunden mit ihren Eltern aktiv nach Nahrung suchen. Hühner und Enten sind typische Frühschlüpfer. Die meisten Singvögel, wie zum Beispiel die Hausschwalbe, sind Spätschlüpfer. Ihre neu geschlüpften Küken haben geschlossene Augen, sind vollständig nackt, können keine konstante Körpertemperatur aufrechterhalten und sind vollständig auf die Versorgung durch ihre Eltern angewiesen.
Zwischen diesen beiden Typen gibt es auch Übergangsformen, wie zum Beispiel die Küken von Möwen, die beim Schlüpfen mit einem dünnen Flaum bedeckt sind und eine gewisse Bewegungsfähigkeit haben, aber in der Regel in der Nähe des Nestes bleiben und daher als Halbfrühschlüpfer bezeichnet werden. Daher haben verschiedene Vögel unterschiedliche Entwicklungsstadien, die das Ergebnis einer langfristigen Anpassung an die Umwelt und der natürlichen Selektion bei verschiedenen Arten sind.

