Mäuse stehlen nicht nur Nahrung, verbreiten Krankheiten und beißen manchmal Menschen. Deshalb sagt man: „Wenn eine Maus auf der Straße läuft, wird sie von allen gejagt“. Aber auch nach Tausenden von Jahren und trotz aller Bemühungen ist die Mäusepopulation immer noch „florierend“. Warum gelingt es nicht, sie endgültig auszurotten?
Ohne Zweifel sind Mäuse eine der widerstandsfähigsten Tierarten auf der Erde. Zu den häufigsten Arten gehören die Hausmaus und die Feldmaus. Obwohl Hausmäuse etwas kurzsichtig und farbenblind sind, ist es übertrieben, sie als „kurzsichtig“ zu bezeichnen. Ihr Gehör, ihr Geruchssinn und ihr Geschmackssinn sind jedoch sehr gut entwickelt. Sie können nicht nur Ultraschall hören, sondern auch schlechte Lebensmittel erkennen und sogar geringfügige Geruchsveränderungen wahrnehmen. Hinzu kommt, dass sie sich in Höhlen verstecken und sehr vorsichtig sind, was ihre Bekämpfung erschwert. Vor allem aber haben Mäuse eine enorme Fortpflanzungsfähigkeit. Sie haben eine kurze Tragzeit, gebären viele Nachkommen und erreichen eine frühe Geschlechtsreife. Nehmen wir die Schönfelder Maus als Beispiel: Sie gebärt nach 21 Tagen Tragzeit und kann bereits am zweiten Tag nach der Geburt wieder schwanger werden. Jungtiere, die im Frühjahr geboren werden, können im Herbst bereits selbst zur Fortpflanzung beitragen. Daher kann eine Mausplage schnell wieder aufleben, wenn die Bekämpfungsmaßnahmen nachlassen.
Auch wenn Mäuse in der Natur schwer zu beseitigen sind, gibt es doch Möglichkeiten, sie aus dem eigenen Haus zu vertreiben. Mäuse kommen nur dort hinein, wo sie „gute Lebensbedingungen“ vorfinden. Wenn man Lebensmittel ordentlich aufbewahrt, das Haus sauber hält und ihnen keine Unterschlupfmöglichkeiten bietet, verlieren sowohl die eingewanderten als auch die bereits vorhandenen Mäuse das Interesse am Aufenthalt und ziehen weiter.

